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Fast immer sind die Gedanken schneller als die Augen und verfälschen das Bild.
Marlen Haushofer (Die Wand)

 

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Biografie

einer scharfen Beobachterin

Originalbild: Marlen Haushofer 1951 (© Sybille Haushofer, Steyr / Wien)
Originalbild: Marlen Haushofer 1951 (© Sybille Haushofer, Steyr / Wien)
1920 Maria Helene Frauendorfer wird am 11. April im Forsthaus des Weilers Effertsbach, nahe von Frauenstein (Oberösterreich), geboren.
1924 Geburt des Bruders Rudolf.
1930 Eintritt in die Internats- (Kloster-)schule der Ursulinen in Linz
1934/35 Unterbrechung des Schulbesuchs wegen Krankheit (Tuberkulose und Lungenentzündung).
1939 Matura an der Oberschule in Linz im März; unmittelbar anschliessend Reichsarbeitsdienst bei der weiblichen Jugend, RAD. Sie leistet ihren Dienst in Christburg bei Elbing in Ostpreussen an der deutsch-polnischen Grenze. Ihr Einsatz dauerte bis September 1939.
1939/40 Marlen Haushofer schreibt sich an der Philosophischen Fakultät der Universität Wien ein.
1941 Studienunterbrechung. Geburt des Sohnes Christian Georg Heinrich am 30. Juli in Pähl (Bayern). Vater von Christian ist der Medizinstudent, den Marlen in Ostpreussen kennengelernt hatte. Am 12. November heiraten Manfred Haushofer und Marlen Frauendorfer in der Kirche Frauenstein.
1942 Rückkehr nach Wien.
1943 Am 27. März Geburt des zweiten Sohnes (Manfred); Wiederaufnahme des Studiums an der Universtität Graz.
1945 Flucht nach Frauenstein. Abbruch des Studiums.
1946 Erste Kurzgeschichten, die bald in österreichischen Zeitungen und Zeitschriften abgedruckt werden.
1947 Übersiedlung nach Steyr, Oberösterreich, wo Marlen Haushofer bis zu ihrem Tode lebt.
1950 Scheidung am 24. Juni, das ehemalige Ehepaar hat jedoch weiterhin einen gemeinsamen Hausstand.
1952 Das fünfte Jahr. Jungbrunnen, Wien (Junge österreichische Autoren, Hrsg. Hans Weigel).
1953 Staatlicher Förderpreis für Literatur (für die Erzählung Das fünfte Jahr).
1955 Eine Handvoll Leben. Roman. Zsolnay, Wien, Hamburg.
1956 Die Vergissmeinnichtquelle. Erzählungen. Bergland, Wien (junge Dichtung aus Österreich, Hrsg. Rudolf Felmayer).
1956 Preis des Theodor-Körner-Stiftungsfonds (für den Band Vergissmeinnichtquelle).
1957 Die Tapetentür. Roman. Zsolnay, Wien, Hamburg.
1958 Wir töten Stella. Novelle, Bergland, Wien. Marlen und Manfred Haushofer heiraten im Februar nochmals.
1963 Die Wand. Roman. Mohn, Gütersloh. Arthur-Schnitzler-Preis (für den Roman Die Wand).
1964 Bartls Abenteuer. Ein Katzenbuch. Forum, Wien.
1965 Brav sein ist schwer. Jugendbuch. Jugend und Volk, Wien.
1966 Himmel, der nirgendwo endet. Roman. Mohn, Gütersloh.
1966 Lebenslänglich. Erzählungen. Eingeleitet und ausgewählt von Oskar Jan Tauschinski. Stiasny, Graz, Wien, Köln (darin enthalten: alle Erzählungen aus Das fünfte Jahr, 1952, sowie verschiedene Erzählungen aus Die Vergissmeinnichtquelle, 1956). Im Mai reist Marlen Haushofer mit drei Freundinnen nach Rom.
1968 Marlen Haushofer fährt im Mai erneut nach Rom, dieses Mal mit ihrem Ehemann. Eine der wenigen gemeinsamen Reisen.
1968 Müssen Tiere draussen bleiben? Jugendbuch. Jugend und Volk, Wien.
1968 Wohin mit dem Dackel? Jugendbuch. Jugend und Volk, Wien.
1968 Schreckliche Treue. Erzählungen. Claassen, Düsseldorf.
1968 Österreichischer Staatspreis für Literatur (für den Band Schreckliche Treue). Im Oktober besucht Marlen Haushofer mit ihrer Freundin Angela Mohr Florenz.
1969 Die Mansarde. Roman. Claassen, Düsseldorf.
1969 Schlimm sein ist auch kein Vergnügen. Jugendbuch. Jugend und Volk, Wien.
1970 Marlen Haushofer, die in den letzten Jahren ihres Lebens an Knochenkrebs litt, stirbt am 21. März in einer Wiener Klinik. Sie wird in Steyr begraben.
1985 Begegnung mit dem Fremden. Gesammelte Erzählungen. Band I. Claassen Verlag, Düsseldorf (darin enthalten: alle Erzählungen aus Die Vergissmeinnichtquelle, 1956, und bisher unveröffentlichte frühe Erzählungen).
1986 Schreckliche Treue. Gesammelte Erzählungen. Band 2. Claassen Verlag, Düsseldorf (darin enthalten: Die Erzählungen der Erstausgabe sowie Das fünfte Jahr, 1952 und Wir töten Stella, 1958).
1990 Ausstellung "Marlen Haushofer 1920 - 1970" im Adalbert-Stifter-Institut, Linz.
2010 Ausstellung "Ich möchte wissen, wo ich hingekommen bin" im Stifterhaus, Linz.
2010/11 Verfilmung des Romans "Die Wand". In der Hauptrolle: Martina Gedeck, Regisseur: Julian Pölsler.

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